Was Sie wissen sollten.
Was im Reisepass steckt
Seit 2005 enthält der deutsche Reisepass einen RFID-Chip. Gespeichert sind darauf die Daten der maschinenlesbaren Zone, das Passfoto und, seit 2007, zwei Fingerabdrücke. Der Chip hat keine eigene Stromquelle. Er wird durch das Feld eines Lesegeräts mit Energie versorgt und antwortet, sobald er nah genug daran ist.
Der Zugriff ist nicht ungeschützt. Ein Verfahren namens Basic Access Control sorgt dafür, dass ein Lesegerät die Daten nur entschlüsseln kann, wenn es zuvor die maschinenlesbare Zeile im Pass optisch erfasst hat. Wer den Pass nicht aufgeschlagen in der Hand hatte, kommt an die Inhalte nicht heran.
Was trotzdem auslesbar bleibt
Auch ohne Entschlüsselung antwortet der Chip auf ein Lesegerät. Diese Antwort verrät zwar keine Passdaten, aber sie verrät, dass ein Pass vorhanden ist, und je nach Chip auch, aus welchem Land er stammt.
Für die meisten Reisenden ist das kein akutes Risiko. Relevant wird es dort, wo bereits die Anwesenheit eines Passes oder die Nationalität eine Information ist, die man nicht preisgeben möchte.
Wir halten es für redlich, das klar zu sagen: Eine Reisepasshülle schützt nicht davor, dass Ihre Passdaten gestohlen werden, denn dafür bräuchte es ohnehin den aufgeschlagenen Pass. Sie verhindert, dass der Chip überhaupt antwortet.
Was eine abschirmende Reisepasshülle leistet
Eine abschirmende Hülle enthält eine leitfähige Lage. Sie dämpft das elektromagnetische Feld, das den Chip aktivieren würde. Ohne ausreichende Energie antwortet der Chip nicht.
Das wirkt passiv, ohne Batterie und ohne Elektronik. Entscheidend ist, dass der Pass vollständig in der Hülle steckt. Ein Pass, der halb heraussteht, ist nicht abgeschirmt.
Worauf Sie achten sollten
Abschirmung im Material. Der Schutz muss in der Lage sitzen, die den Pass umschließt. Ein Aufdruck oder ein Etikett bewirkt nichts.
Vollständige Umschließung. Der Schutz wirkt nur, solange der Pass komplett in der Hülle steckt.
Passform. Eine zu große Hülle lässt den Pass verrutschen. Eine zu enge beschädigt den Einband.
So testen Sie Ihre Hülle
- Stecken Sie den Reisepass vollständig in die Hülle.
- Halten Sie die geschlossene Hülle an ein NFC-fähiges Smartphone und starten Sie eine NFC-Leseanwendung.
- Es sollte kein Chip erkannt werden.
Wird der Chip erkannt, steckt der Pass nicht vollständig in der Hülle, oder die Hülle schirmt nicht wirksam ab.
Karten und Geräte
Für kontaktlose Bank- und Zugangskarten gibt es Geldbörsen mit RFID-Schutz. Für Smartphones, Laptops und Autoschlüssel, bei denen alle Funksignale blockiert werden sollen, ist eine Faraday Tasche die passende Lösung.
Mehr zum Thema: Ist RFID-Schutz für den Reisepass wirklich notwendig?
TOCA entwickelt und produziert Schutzprodukte für Karten, Dokumente und Geräte. In Deutschland entworfen. Für den täglichen Einsatz gebaut.

Den Chip abschirmen.
Eine leitfähige Lage im Material dämpft das Feld, das den Chip aktivieren würde. Passiv. Ohne Batterie.
